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In dieser Übersicht finden Sie alle Gemeinden / Ortschaften die zur Pfarrei Hl. Martin in St. Ingbert-Rohrbach gehören.

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Geschichte Kirche Herz-Jesu Hassel

Um etwa 1900 wurde in Hassel der Wunsch nach einem eigenen Gotteshaus stark. Am 1. Januar 1909 gründete sich ein Kirchenbauverein. Durch den ersten Weltkrieg wurden jedoch die anfänglichen Versuche zunächst zunichte gemacht.
 Am 4. Oktober 1920 richtete man im Anwesen des Johann Bucher (Ecke Hauptstraße - St. Ingberter Straße) einen Betsaal ein. Am 1. November 1920 wurde der Priester Otto Brauner zum "Lokal-Kaplan" von Hassel ernannt. Nachdem das Ehepaar Wolf vom Triebscheider Hof den in ihrem Besitz befindlichen Steinbruch auf dem Kahlenberg für den Kirchenbau freigegeben hatte und auch das Bauholz stiftete, konnte man mit den Arbeiten beginnen. Die Grundsteinlegung erfolgte am 28. Mai 1928. Im Steinbruch wurden mehr als 2000 cbm unbehauene Steine gebrochen und zu Tal an die Baustelle geschafft. Der Transport erfolgte mit Pferdefuhrwerken, de etwa 2 cbm Rohsandstein laden konntenrche lässt sich nicht in eine. Auf alten Fotos sieht man auch viele Frauen und Kinder, die den benötigten Sand in Handkarren herbeibringen. Dies war eine einmalige Leistung der Hasseler Katholiken. Am 23. Juni 1929 kam Bischof Ludwig Sebastian zur Kirchweihe.

Unsere Kirche lässt sich nicht in einen bekannten Baustil einordnen. Es sind Elemente vorhanden, die an eine römische Basilika erinnern, so die Angliederung des Seitenschiffs, die Rundbögen und die Holzdecke. Die Kirche hat eine Innenraumlänge von 30 m mit Chorraum 40 m, eine Breite mit Seitenschiff von 16 m und eine höhe von 11,50 m. Ursprünglich war die Kirche noch um ein Fensterjoch länger geplant. Später wurde auch das zweite geplante Seitenschiff nicht ausgeführt und das Pfarrhaus verkleinert. Es sind ca. 350 Sitzplätze in der Kirche vorhanden.

Das kirchliche Leben in der Pfarrgemeinde - gefördert durch Pfarrer Adam Berberich - wurde durch die Evakuierung im 2. Weltkrieg jäh unterbrochen. Der unselige Krieg brachte neben großer menschlicher Not auch große materielle Schäden an 45 Häusern im Dorf und am Baukörper der Kirche. Erst ab 1949 konnte unter Pfarrer Richard Fremgen der Innenausbau und die Vervollkommnung der Pfarrkirche weiter verfolgt werden.

1950 wurde der Plattenbelag und das Gestühl, 1951 der Turmhelm, die Türen und Fenster repariert und die Kirche neu gestrichen. Es waren ursprünglich drei Glocken vorhanden, von denen die beiden größeren am 2. Februar 1942 zu Verteidigungszwecken abgegeben werden mussten. Zwar kehrten sie Anfang 1948 wieder zurück, waren jedoch so stark beschädigt, dass sie nicht mehr geläutet werden konnten. Während dieser Zeit rief nun das ehemalige Glöckchen vom protestantischen Schulhaus die Katholiken zum Gottesdienst. Das Material der beiden beschädigten Glocken floss in unser neues fünftöniges Geläut ein, das 1956 gefertigt wurde (St. Michael, 470 kg, Ton h`; St. .)Barbara, 640 kg, Ton a`; St. Maria, 850 kg, Ton fis`; St. Josef, 1740 kg, ton d`; Herz-Jeu, 3010 kg, Ton h°.)

Die Kirche besitzt bereits die dritte Orgel. Zunächst war 1949 die alte Orgel aus dem Kloster St. Franziskus übernommen worden. 1972 wurde, gegen den Willen des Bischöflichen Ordinariates, eine elektrische Orgel angeschafft, die dann 1988 durch die jetzige Orgel der Fa. Scherpf aus Speyer ersetzt wurde. Sie hat 23 Register und passt sich optisch und klanglich gut dem Raum an.

Die Fenster wurden ebenfalls im Rahmen der Innenrenovierung im Jahr 1988 neu gestaltet. 1. Fenster: Taufe. Oben das Wasser aus dem Felsen, das Gott durch Mose gab. Unten das Himmlische Jerusalem, durch das lebendiges Wasser in die Welt fließt. 2. Fenster: Sakrament der Vergebung. Oben die Tafeln mit den 10 Geboten. Unten der schlimmste Ausdruck der Sünde - der Tanz um das goldene Kalb. 3. Fenster: Darstellung der Firmung. Am brennenden Dornbusch erfährt Mose die Gegenwart Gottes. Beim Pfingstereignis in Jerusalem in Jerusalem wird der Hl. Geist über alle ausgegossen. 4. Fenster: Darstellung des Altarsakramentes. Die Opfer des Alten Bundes sind vollendet in der Person Jesu, der sich selbst schenkt. Die Emmausjünger erkannten Jesus als er das Brot brach. 5. Fenster: Ehesakrament. Das Anstecken der Ringe und die Hochzeit zu Kana erinnern an das große Geschenk der gegenseitigen Liebe. 6. Fenster: Priesterweihe. Der Priester soll im Auftrag Christi mit der Gemeinde Eucharistie feiern. Er soll mit Jesus wie die Traube mit dem Weinstock verbunden sein.

Fortsetzung folgt

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